10 Punkte zum Prüfen vor deinem Bauvorhaben
Ein erfolgreiches Bauvorhaben beginnt lange vor dem ersten Spatenstich. Wer diese zehn Punkte strukturiert prüft, reduziert Risiken, behält die Kosten im Griff und schafft eine stabile Grundlage für sein Projekt. Planung ist kein Kostenfaktor – sie ist die wichtigste Investition.
Aus diesem Grund bieten wir vor jeglichen Angeboten und Verträgen eine kostenlose Machbarkeitsanalyse an, bei der wir dein Bauvorhaben auf baurechtliche Umsetzbarkeit prüfen und eine erste Kostenschätzung abgeben. Vereinbare einfach ein kostenloses Erstgespräch und lasse dich beraten.
Checkliste
Grundstück gründlich prüfen
Nicht jedes Grundstück ist automatisch bebaubar oder wirtschaftlich sinnvoll. Prüfen Sie Altlasten, Bodenbeschaffenheit, Tragfähigkeit, Hanglage, Grundwasserstand sowie mögliche Wasseradern. Ein Bodengutachten ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Fehlannahmen an dieser Stelle führen häufig zu massiven Mehrkosten bei Erdarbeiten und Fundamenten. Ein Bodengutachten (Baugrundgutachten) kostet für ein typisches Einfamilienhaus in Deutschland in der Regel zwischen ca. 800 € und 2.500 €.
Baurecht und Bebauungsplan verstehen
Der Bebauungsplan gibt vor, was und wie gebaut werden darf. Dazu zählen unter anderem Geschosszahl, Dachform, Grundflächenzahl, Abstandsflächen und Nutzung. Verlasse dich nicht auf Aussagen Dritter – lies die Unterlagen selbst oder lasse sie fachlich prüfen. Fehlinterpretationen können zu Planungsstopps oder Ablehnungen führen.
Geschosszahl
Wie viele vollwertige Geschosse (Vollgeschosse) dürfen gebaut werden? Nicht jedes Stockwerk zählt automatisch als Vollgeschoss – Dachgeschosse oder Kellergeschosse werden oft nicht als Vollgeschoss bewertet.
Grundflächenzahl (GRZ)
Wie viel Prozent des Grundstücks dürfen bebaut werden? Eine GRZ von 0,4 bedeutet z. B., dass 40 % der Grundstücksfläche durch Gebäude (inkl. bestimmter Nebenanlagen wie z.B. Garagen) überbaut werden dürfen.
Abstandsflächen
Welcher Mindestabstand zu den Grundstücksgrenzen ist vorgeschrieben? Oft darf nicht näher als 3m an die Grundstücksgrenze gebaut werden. Das kann die mögliche Wohnfläche beeinflussen.
Genehmigungen und Auflagen klären
Bauvoranfrage, Bauvorbescheid, Bauantrag, Entwässerungsgenehmigung oder Sonderauflagen – die Genehmigungslage ist oft komplex. Kläre frühzeitig, welche Genehmigungen notwendig sind und welche Auflagen (z. B. Schallschutz, Brandschutz, Stellplätze) erfüllt werden müssen. Verzögerungen kosten Zeit und Geld.
Bauweise und Konstruktionsart festlegen
Massivbau, Holzbau, Hybridbau – jede Bauweise hat Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten, Bauzeit, Energieeffizienz und Werthaltigkeit. Entscheidend ist nicht, was „modern“ ist, sondern was zu Ihrem Budget, Ihrem Standort und Ihren langfristigen Zielen passt.
Massivbau
Beim Massivbau bestehen die tragenden Bauteile, Wände und Decken, aus massiven, mineralischen Baustoffen wie Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder Beton.
Holzbau
Beim Holzbau bestehen die tragenden Bauteile überwiegend aus Holz oder Holzwerkstoffen (z. B. Holzrahmenbau, Holztafelbau oder Massivholzbau). Dies kann Vorteile für das Raumklima haben.
Hybridbau
Der Hybridbau kombiniert Massivbau und Holzbau in einem Gebäude. Häufig werden z. B. Keller und Erdgeschoss massiv gebaut, während Obergeschosse in Holzbauweise ausgeführt werden.
Material- und Ausstattungsniveau realistisch definieren
Viele Baukosten explodieren durch unklare oder nachträglich geänderte Ausstattungswünsche. Legen Sie früh fest, welches Qualitätsniveau Sie wirklich benötigen. Hochwertig heißt nicht automatisch sinnvoll. Entscheidend ist das Verhältnis aus Kosten, Nutzen und Lebensdauer.
Gesamtkosten ehrlich kalkulieren
Neben den reinen Baukosten fallen zahlreiche Nebenkosten an: Planung, Gutachten, Genehmigungen, Erschließung, Hausanschlüsse, Außenanlagen, Versicherungen und Gebühren. Planen Sie zusätzlich einen Kostenpuffer von mindestens 10–15 % ein. Ohne realistische Gesamtkostenrechnung ist jede Finanzierung riskant.
Finanzierung vergleichen und langfristig absichern
Die Finanzierung sollte nicht nur heute tragbar sein, sondern auch bei veränderten Lebensumständen. Berücksichtigen Sie Zinsbindung, Tilgung, Rücklagen und mögliche Förderungen. Eine zu knapp kalkulierte Finanzierung ist einer der häufigsten Gründe für Baustress und finanzielle Engpässe.
Unser Tipp 💡, vergleichen Sie Baufinanzierungen von verschiedenen Banken über einen seriösen Kreditvermittler, wie KREDIT.DE.
Online-Anfrage starten
Füllen Sie zuerst das Online-Formular aus, damit KREDIT.DE die Eckdaten Ihrer Finanzierung erfährt.
Beratungsgespräch
Im Beratungsgespräch werden alle offenen Fragen geklärt, um die bestmögliche Finanzierung zu erhalten.
Finanzierung finden
KREDIT.DE sucht die Angebote heraus, Sie entscheiden, welche Lösung Ihnen am meisten zusagt.
Energie- und Effizienzstandard prüfen
Energieeffizienz beeinflusst nicht nur die laufenden Kosten, sondern auch Förderfähigkeit und Wiederverkaufswert. Informiere dich über aktuelle Standards (z. B. EH40), Heizsysteme, Dämmkonzepte und Förderprogramme. Technik sollte nachvollziehbar, wartungsarm und zukunftssicher sein.
Partner und Firmen sorgfältig auswählen
Der günstigste Anbieter ist selten der beste. Prüfe Referenzen, Bonität, Vertragsinhalte und Leistungsbeschreibungen. Unklare Angebote, Pauschalen ohne Detailtiefe oder fehlende Positionen sind Warnsignale. Ein sauberer Vertrag schützt vor Nachträgen und Streitigkeiten.
Risiken und Absicherung nicht unterschätzen
Bauleistungsversicherung, Bauherrenhaftpflicht, Gewährleistung, Vertragsstrafen und Abnahmeprozesse sind keine Formalitäten. Sie entscheiden darüber, wer im Problemfall haftet und zahlt. Klare Regelungen schaffen Sicherheit – für dich und alle Beteiligten.
Noch Fragen? Buchen Sie jetzt ein kostenloses Erstgespräch und wir beraten Sie!
In einem Online-Meeting lernen wir Ihr Projekt kennen und können Ihnen wertvolle Informationen liefern, um Ihnen beim Entscheidungsprozess zu helfen.
Leistungsphasen und HOAI
Wie läuft eine Zusammenarbeit ab?
Die HOAI beschreibt, welche Planungsleistungen Architekten und Ingenieure in den einzelnen Leistungsphasen eines Bauprojekts erbringen. Sie gliedert den Projektablauf von der ersten Idee bis zur Fertigstellung in klar definierte Phasen.
01
Grundlagenermittlung
Hier analysieren wir Ihr Vorhaben im Hinblick auf die baurechtliche Umsetzbarkeit und erstellen eine Kostenschätzung, sowie unser Angebot.
02
Vorplanung
Nachdem das Grundstück vermessen wurde, erstellen wir ein 3D Geländemodell und Beginnen mit der Planung.
03
Entwurfsplanung
Nun wird es konkreter - gemeinsam mit Ihnen verfeinern wir den Entwurf und erstellen alle nötigen Ansichten und Berechnungen (Wohnfläche, ...)
04
Genehmigungsplanung
Der Bauantrag beschreibt den Abschluss unseres Startpakets. Hier können Sie entscheiden, ob wir gemeinsam weitermachen oder jemand anderes den Bau umsetzen soll.
05
Ausführungsplanung
Nun werden Statiker und Wärmeschützer beauftragt, sowie die Ausführungsplanung im Maßstab 1:50 erstellt, inklusive Massenermittlung.
06
Vorbereitung der Vergabe
Wir suchen gemeinsam die Materialien aus, erstellen für Sie Leistungsverzeichnisse und suchen über Ausschreibungen die passenden Gewerke.
07
Mitwirkung bei der Vergabe
Nach den Ausschreibungen vergleichen wir die Angebote, erstellen Preisspiegel und verhandeln mit den Firmen. Hier erfolgt eine erneute Kosten-Konkretisierung.
08
Objektüberwachung und Dokumentation
Während der Bauphase überwachen wir den Prozess, prüfen jeden Schritt auf Mängel und kümmern uns um die Nachbesserung.

